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Mal wieder mUsik,Pizza & Wein

Ciao Ragazzi,
meine Band Lönneberga spielt spontan am 6.Mai um 20 Uhr ein paar Liedchen zu Ehren der Dorfschänke in Flehingen, die an diesem Tag wieder die Pforten öffnet. Liebe geht ja nicht nur durch den Magen, sondern an diesem Tag auch durch die Ohren. Bringt Hunger und gute Laune mit, wir sehen uns in der Dorfschänke Flehingen bei Musik, Pizza & Vino. Kommt gut in den Mai!
Die Lausbuben!
Ab 18 Uhr ist der Laden auf und wir spielen gegen 20 Uhr.
www.dorfschaenke-flehingen.de

Dorfschänke Flehingen, Franz-von-Sickingen-Straße 20, 75038 Oberderdingen

auch direkt neben der Haltestellte „Flehingen Bahnhof“gut mit der Bahn zu erreichen.

Computerspiel

Schnee liegt im April. In der Ukraine liegen Leichen an der Straße. Der FC Freiburg klagt gegen Bayern wegen 40 Sekunden Unterzahl und ich kann, darf, könnte, müsste wieder ohne oder mit Maske arbeiten. Alle meine Freunde haben Corona, aber die Pandemie ist ja beendet. Die Welt kommt mir gerade vor wie ein Computerspiel, für das ich den Kassenzettel verloren habe. Falscher Content oder ein Virus eingefangen. Eine Verkettung von Unverhältnismäßigkeiten. Gerne würde ich es zurückgeben, dieses Spiel. Surreale Eindrücke. Leider ist es Realität und ich bin keiner, der einfach den Netzstecker zieht und sich davonmacht, sondern Herausforderungen annimmt.

Realität ist auch, dass mein Jugendbuch Nr.2 noch immer seit mehr als einem Jahr geprüft wird und ich gerade Jugendbuch Nr.3 nach Feedback von meiner Agentur überarbeite. Ich trete gefühlt auf der Stelle, hoffe so sehr, dass es endlich klappt mit dem Verlagsvertrag, doch ich fürchte das schwere Thema des zweiten Jugendbuches passt alles andere als in den Zeitgeist. Trotzdem gebe ich die Hoffnung nicht auf. Gerade in diesen Tagen sind Gedanken über Tod und Leben, über das Wesentliche auf dieser Erde doch wichtiger als alles andere. Das Computerspiel hat bestimmt auch noch bessere Level und irgendwann wird es klappen. Das mit dem Frieden, meine ich.

Ich frage mich immer, was kann ich tun? Wie kann ich etwas an der Welt verbessern. Wie kann ich auch die Welt in mir verbessern.In dieser Zeit. Heute und hier. Und ich drehe mich und drehe mich. Suche Antworten und lande irgendwann wieder bei Buchstaben, die sich zu einer Geschichte sammeln. Geschichten und Bücher schaffen es, sich mit der Welt auseinadnerzusetzen. Sich in Personen hineinzufühlen. Sein eigenes Leben nicht so wichtig nehmen und sich in Rollen von anderen hineinzuversetzen. Prozesse überdenken. Weltwissen anreichern. Lachen. Aus Fehlern lernen. Die Welt durch andere Augen sehen. Weinen. Alleine mit sich und der Welt sein. Geschichte rückwirkend verstehen. Sich in die Zukunft ausmalen. Die Realität vergessen. Zaubern. Heilen. Reisen. Bleiben. Berge, Meere, Wälder. Mit Worten kämpfen. Argumentieren. Lösungen suchen. Nachfragen. Nicht aufhören, sich Gedanken zu machen. Alles das kann Literatur. Daher vielleicht auch ein kleiner Beitrag für eine Welt in Frieden. Wenn jeder sein Beitrag gibt, dann sind wir schon einen Schritt weiter.

Ich wünsche euch ein frühlingshaftes Trotzdem-Gefühl und gute Geschichten.

Rettungskapsel

Ich will euch ein Trick aus meiner Kindheit verraten:

Wenn ich abends im Bett lag, mir die Welt zu viel wurde und ich mich ins ersehnte Meer der Träume legen wollte, dann machte ich Folgendes:

Ich schlug die Bettdecke zur Seite, stellte mir vor, ich steige in ein Rettungsboot, eine Kapsel, die nach allein Seiten fest verschlossen ist. Sie hält den Wogen des Meeres stand. Ich war ein Spiel der Wellen, ließ mich in Decken eingehüllt in den Schlaf schaukeln und wusste am nächsten Morgen, am Ende der Nacht, da bin ich gerettet. Bis dahin ruhe ich mich aus.

Vielleicht nicht die Lösung aller Probleme. Aber die Idee eines Kindes, wie man trotz stürmischen Zeiten schnell einschlafen kann.

Ein schönes Bild, an das ich mich gerade in diesen stürmischen Adventszeiten erinnere. Sicher sein, trotz hohen Wellen im Auge des Sturms.

 Advent ist die Hoffnung auf Ankunft. Auf Rettung!

Praktischer Tipp: „Alexa, spiel Meeresrauschen!“ Probiert es aus!

Innen und Außen

Die Hausmeister dieser Welt stellen die Heizung an. Es wird Herbst und das heißt endlich auch wieder Zeit zum Schreiben. Keine turbulente Sommerzeit mit ihrer quirligen Ablenkung. Heute ist der erste, richtige Herbstregentag bei kalten Temperaturen und es wird Zeit das Leben ins Innere zu verlagern und auch wieder anzufangen das Innere zu beleben. Zugegeben habe ich mir eine längere Auszeit vom Buch Nr.3 gegönnt und war viel selbst unterwegs in Österreich,Italien,Slowenien. Wer mich kennt, der weiß, dass das Draußen sein zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört und ich jetzt wieder genug Geschichten,Ideen und Momente für Drinnen habe. In diesem Sinne einen schönen Herbst und eine tolle Frankfurter Buchmesse.

Regen und Sonne – Zwischen Vorfreude und Ungeduld

Mehr als ein Jahr ist es her, seitdem mein Flugmodus abgehoben ist. Auch wenn es scheinbar still ist, brodeln die Vorbereitungen für Jugendbuch Nr.2 im Hintergrund.  Mit der Hilfe meiner Agentur wurde das Manuskript verschiedenen Verlagen zur Prüfung angeboten und somit warte ich noch auf den nächsten Schritt bei meiner schreibenden Entdeckungsreise: Die Veröffentlichung bei einem Jugendbuchverlag.

Eine spannende Geschichte in das Buchwesen reinzuschnuppern und die einzelnen Prozesse der Buchentstehung Schritt für Schritt erleben zu dürfen, aber nichts für Ungeduldige. Ebenso freue ich mich auch darauf, bei einem digitalen Treffen meiner Agentur andere Autorinnen und Autoren kennenzulernen. Normalerweise findet das ja auf den Buchmessen statt, die aber leider auch dieses Jahr nicht stattfinden können. Also findet dies in After-Messe-Meetings statt.

Um mir die Wartezeit etwas zu vertreiben habe ich an ein kleines Zwischenprojekt gewagt, bei dem es darum geht, einen Text zusammen mit einer Illustratorin zu einem Kinderbuch zu gestalten. Eine spannende Sache, sich in Leser hineinzuversetzen, die wirklich erst im Kindesalter/Grundschulalter sind. Absolutes Neuland für mich, da ich eher für ältere Menschen bisher geschrieben habe. Aber eine gute Übung, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.  Thematisch geht es dabei diesem Kinderbuch um die Schwierigkeiten beim Erwachsenwerden, die das Sprechen vor anderen Leuten mit sich bringt. Welche Worte finde ich und dass es auch mal schwer sein kann, die richtigen Wörter zu finden. Reden ist und bleibt eine Kunst, über die man gar nicht genug lernen kann. Es ist so verdammt wichtig, seine eigene Stimme zu finden. Egal in welchem Alter.

Nach diesem Kurzprojekt habe ich mich auch gleich in die Arbeit für Jugendbuch Nr.3 geschmissen. Eine Geschichte, die sich mit dem Reisen nach Corona beschäftigt, der Verantwortung für unseren Planeten und zwischendrin ganz viel Liebe und Abenteuer auf dem Weg zum Erwachsenwerden.

Übrigens! Heute ist der internationale Tag gegen Homo-Bi-Inter- und Transfeindlichkeit! Es regnet gerade in Strömen. Zwischendrin kommt die Sonne für wenige Minuten durch. Es entsteht ein Regenbogen. Also bleibt bunt wie das Wetter!  Ich habe Hoffnung, dass jeder auf dieser Erde sein Leben so leben darf, wie er das möchte! Bedingunslos! In der Schule, im Beruf, im Privatleben! Überall!

Viel Sonne und viel Regen für schöne Regenbögen!

Holzoffice – Mit dem Kopf auf Reisen gehen

Ich werde nicht über Dinge schreiben, die gerade nicht möglich sind. Nicht hadern mit falschen Entscheidungen, die man hätte besser machen können.

Die Sonne scheint, ein kühler Frühlingsluft zieht durch meine Radjacke. Meine Klingel hat sich festgedreht und tönt nach ein paar Handgriffen endlich wieder im Fahrtwind. Da entdecke ich dieses Bretter-Schloss am Wegesrand. Eine Erinnerung an die Jugend. Das Staudammbauen im „Wälde“. Jeden Tag ein anderer Ort im Kopf. Einmal war es ein Raumschiff, dann wieder ein Flugzeug oder ein Baumhaus, eine Jägerhütte oder Schnitzrefugium. Tagelang hauten wir Stöcke gegen Bäume (keiner wusste warum, war einfach schön), bauten „Lägerle“, im Hinterkopf „Die Schatzinsel“ oder „Tom Sawyer“ – der kleine Bach war der Mississippi. Die Initialen meiner damaligen Geliebten ( Zeitraum < 1 Woche) stehen bestimmt heute noch in den Bäumen.

Reden wir über das was wir immer können. Reisen, träumen und Fantasie haben im Kopf. Mit Büchern, mit Menschen, mit Geschichten und mit eigenen Bildern. Hier gibt es keine Einschränkung!

Also reden wir über die Holzoffice-Pflicht! Löst die Bretter vor dem Kopf und schleppt sie in den Wald! (wenn auch nur im Kopf)

Ps.: Mein zweites Jugendbuch ist im Anmarsch, ich kann die Seiten schon riechen. Bald mehr dazu

Schöne Ostertage